
Frøstfædrin · A Visual Storybook
Nicht zu kaufen.
Nur bei Lesungen.
Die Leseprobe zu Frøstfædrin, gedruckt, bevor der Roman erscheint. Erstauflage: 100 nummerierte Exemplare.
Manche Geschichten will man in der Hand halten.
Das Visual Storybook zeigt die ersten Kapitel aus Frøstfædrin – Der Ruf des weißen Greifen, im frühen Stand des Textes, dazwischen Zeichnungen aus Aldrímar.
Gedruckt zur Weltpremiere auf dem Wacken Open Air, 31. Juli 2026, und dort zum ersten Mal verteilt.
Verkauft wird es nicht. Ich gebe es persönlich weiter, auf meinen Lesungen – weil man so etwas anfassen will.
Lieber digital? Die Leseprobe steht auch in der Echoes of Neverland Companion App.

Ein Stein,
der vergessen hat,
dass Dinge fallen können.
Zum PrologLies, wie Frøstfædrin beginnt – bevor der Roman erscheint.
Zu dieser Ausgabe
Dies ist eine unlektorierte Vorabfassung aus Frøstfædrin – Der Ruf des weißen Greifen.
Die enthaltenen Texte wurden für diese Ausgabe teilweise gekürzt und neu zusammengestellt. Einige Fragmente enden bewusst früher, als sie es im vollständigen Roman tun. Dort wird die Geschichte in der endgültigen Fassung fortgesetzt, die 2027 erscheint.
Diese Ausgabe zeigt den Text in einem frühen Stand. Änderungen durch Lektorat, Korrektorat und weitere Überarbeitung sind daher noch möglich.
Sie ist nicht für den Verkauf bestimmt, sondern ein Geschenk an jene, die von Anfang an dabei waren.
Inhalt
- Vorwort7
- Children Of The Grave13
- Changes51
- A Nightmare Before Christmas61
- Mammoth Lakes67
- Zwei Herzen, zwei Welten73
- Soundcheck97
- Dreamer107
- Eisblumen121
- Ozzy132
- Echoes of Neverland134
Vorwort
Ich kann es immer noch kaum fassen:
Meine erste Live-Lesung fand auf dem Holy Ground in Wacken statt. Aber diese Geschichte beginnt sehr, sehr viel früher.
Ich bin mit Rock’n’Roll und Metal groß geworden. Während meine Klassenkameraden Kassetten von New Kids on the Block geschenkt bekamen, hielt ich zu meinem sechsten Geburtstag mein erstes eigenes Album in den Händen: Blizzard of Ozz. Das war im Dezember 1985. Ich habe dieses Tape so oft gehört, bis das Band ausleierte und andauernd Bandsalat verursachte. Ich höre sein wahnsinniges Lachen heute noch im Kopf, bevor das Riff von Crazy Train einsetzt: „All aboard!“ Genau das ist doch der Charme von Kassetten. Gut zehn Jahre später, 1996, mit sechzehn, stand ich zum ersten Mal selbst in Wacken im Publikum. Von oben bis unten voll mit Schlamm, irgendwo zwischen Zelten, knöcheltief im Matsch und ein paar zehntausend anderen.
Wenn du einmal Blut geleckt hast, lässt dich die Musik nie wieder los. Irgendwann fand ich mich als Fotograf für den Metal Hammer wieder. Ich machte Fotos für den Musikexpress und wurde dafür bezahlt, auf jedes verdammte Konzert in Berlin zu gehen. Über mein Leben hinweg, in meiner Laufbahn hinter der Kamera, bei Filmproduktionen und für Magazine, durfte ich die meisten meiner Jugend-Idole treffen, fotografieren und interviewen, zumindest die, die damals noch lebten. Einige sind vom hochgehobenen Idol zu echten Freunden geworden.
Zurück nach Wacken kam ich als Teil einer Konzertfilm-Produktion. Mit einem Mal stand ich mit meiner Kamera in der Hand wieder dort, wo ich früher im Matsch gestanden hatte. Ich lebte einen langersehnten Traum und für eine Weile war es genau das.
Doch das Leben ist nicht immer so, wie man es gerne hätte. Die Gesellschaft flüstert dir ein: Du musst erwachsen werden. Du brauchst eine Rente, du brauchst einen festen Job. Du kannst doch nicht dauernd nur dieses kreative Zeug machen und Träumen hinterherjagen. Ich fing an, das zu glauben. Ich fing an, alles richtig machen zu wollen: Nine-to-Five-Job. Absicherung. Nicht unbedingt das tun, was ich wollte, sondern das, was man eben machen muss. Ich versuchte, der Gesellschaft gerecht zu werden.
Was soll ich sagen, es ging abwärts. Wer nicht das macht, wonach sein Herz sich sehnt, verliert sich. Ich habe jahrelang zu viel gearbeitet, bin ausgebrannt und in Depressionen gefallen. Ich funktionierte noch. Von außen sah vieles sogar erfolgreich aus. Doch ich verlor immer mehr den Zugang zu den Dingen, die mich einmal ausgemacht und glücklich gemacht hatten.
Als dann auch noch die Musik aus meinem Leben verschwand, wurde es dunkel. Über mehr als zehn Jahre konnte ich so gut wie keine Musik hören. Kein Radio, keine neuen Platten, keine Konzerte. Manchmal ein, zwei Songs, vielleicht eine halbe Stunde, dann hielt ich es nicht mehr aus. Es war zu emotional, zu aufwühlend. Ich konnte mich nicht konzentrieren. Die Emotionen, die hochkamen, fühlten sich an, als wären es nicht meine eigenen. Wenn überhaupt etwas ging, dann nur das, was ich ohnehin kannte. Die, die blieben, waren The Doors, Tenacious D und der Madman.
Mr. Ozzy Osbourne.
Ich war an einem Punkt in meinem Leben angekommen, an dem ich nicht mehr kreativ arbeiten konnte. All das, was mich Jahrzehnte begleitet hatte, was mich ausgemacht hat, all die Bilder und Ideen, die ich im Kopf hatte und ausdrücken wollte, ließen sich nicht mehr formen. Ich konnte nicht mehr gestalten.
In dieser Zeit entdeckte ich das Schreiben für mich und musste feststellen, dass es das Einzige war, was noch ging. Ich hatte vorher nie geschrieben. Ich hatte immer mit Autoren zusammengearbeitet, die meine Ideen in Drehbücher verwandelten. Es war eine Arbeit, von der ich dachte, ich könne sie nicht. Mit meiner ausgeprägten Lese-Rechtschreib-Schwäche und meinem ständigen Kampf mit der deutschen Grammatik hatte ich nie das Vertrauen, jemals „Autor“ werden zu können. Auch heute würde ich mich nicht so nennen, sondern eher „Geschichtenerzähler“.
Umso glücklicher war ich, als ich feststellte, dass das Schreiben eine neue Form war, in der ich etwas erschaffen konnte. Ich konnte mich endlich wieder ausdrücken.
Daraus wurde nach und nach ein Weg. Kein gerader Weg, keiner, der sich sauber beschreiben lässt. Aber einer, der mich bis heute Stück für Stück aus dem herausführt, was war, und hin zu einem Leben, das sich wieder nach mir anfühlt. Ich hatte mich im Laufe der Jahre verloren, und das Schreiben half mir, mich wiederzufinden. Ich sehe mich wieder. Ich fühle mich.
Mit dem Schreiben kam auch die Musik zurück. Nicht mehr so wie früher. Ich brauche heute sehr viel mehr Ruhe als der Junge, der 1996 in Wacken von den riesigen Boxen in die Menge gesprungen ist, um sich von ihr tragen zu lassen. Die Musik, die ich heute höre, ist ruhiger, weniger Metal, mehr Singer-Songwriter. Aber sie ist wieder da und genauso wichtig, wenn nicht wichtiger, wie sie immer war.
Wenn ich heute introvertiert und zurückgezogen an meinem Schreibtisch sitze und Fantasy mit dunklem Märchenherz schreibe, dann hätte ich nie gedacht, dass mich dieser Weg eines Tages zurück nach Wacken führen würde.
In meiner Geschichte, die ich dort als Weltpremiere vortragen durfte, findet Alex im Jahr 1985 das Ei eines weißen Greifen. Das Wesen, das daraus schlüpft, reagiert auf Musik wie kein anderes. Es reagiert auf Judas Priest, Def Leppard, vor allem aber auf Black Sabbath und Ozzy Osbourne. Für Alex lag nichts näher, als seinen neuen gefiederten Freund kurzerhand Ozzy zu taufen.
Eine Weile dachte ich, das sei einfach eine natürliche Hommage. Inzwischen glaube ich, dass es mehr war. Ozzy war eines der wenigen Dinge, die selbst in den stillen Jahren nie ganz aus meinem Leben verschwunden sind. Als vieles andere nicht mehr ging, war seine Stimme immer noch da. Der Greif hätte wahrscheinlich gar nicht anders heißen können.
Am 31. Juli 2026 durfte ich diese Geschichte ausgerechnet in Wacken erzählen. Auf einem Festival, auf dessen Running Order Judas Priest als Headliner, Ozzys langjähriger Gitarrist Zakk Wylde mit Black Label Society und auch Subway to Sally standen, eine der ganz großen Bands meiner Jugend. Zu ihren Konzerten bin ich früher als Fan gefahren. Ziemlich genau zwanzig Jahre ist es her, dass ich sie auf dem Wave-Gotik-Treffen filmen und interviewen durfte. Damals war ich der junge Typ hinter der Kamera. An diesem Tag standen wir auf derselben Running Order.
Ich habe mit einer verschlissenen Kassette von Ozzy Osbourne angefangen, mit der Sehnsucht im Publikum und dem Blick durch den Kamerasucher. An diesem Tag kehrte ich als Geschichtenerzähler zurück. An einen Ort, der sich genauso gut wie ein neuer Anfang anfühlte. Der Kreis ist geschlossen und ein neuer Weg beginnt.
Schade nur, dass der Prince of Darkness seinen weißen Namensvetter nie kennenlernen durfte.
Für die Unerschrockenen, die Weggefährten und all die wunderbaren Verrückten, die an mich und diese Geschichte geglaubt haben, selbst in den Momenten, in denen ich es selbst nicht konnte:
Danke.
Danke, dass ihr mit mir im Schlamm wart.
Weltpremierenlesung von
Echoes of Neverland & Frøstfædrin
31. Juli 2026 Wacken Open Air
Welcome to the Jungle Stage

Prolog
Children of the Grave
Raë saß auf ihrem Lieblingsstein, die Beine baumelnd. Der Stein schwebte eine Handbreit über dem Boden, ruhig, als hätte er vergessen, dass Dinge fallen können. Er hatte die Sonne den ganzen Tag gespeichert, die Wärme drang durch ihr dünnes Kleid und wanderte ihre Oberschenkel hinunter, bis sie sich in den Kniekehlen sammelte. Unter ihr kitzelte Gras ihre Fußsohlen.
Über der Lichtung tanzten die anderen Steine. Manche waren klein wie Äpfel, andere groß wie Kürbisse und einige sogar groß wie Mühlsteine. Sie drehten sich wie im Schlaf im warmen Sonnenlicht, während Raë versuchte, in ihren Rhythmus einzutauchen. Drei Herzschläge lang hielt sie durch, dann war sie schon wieder bei etwas anderem.
Einer der Steine hatte blaue Adern. Sie zogen sich durch das graue Gestein wie die Flüsse auf Faders alter Landkarte, die über seinem Arbeitstisch hing.
Ihr Stein.
Sie streckte die Hand aus. Der Stein hing einen Herzschlag lang in der Luft, drehte sich träge um die eigene Achse, bis die kräftigste der blauen Adern zu ihr zeigte. Die Luft um ihn herum verzog sich in ein feines Flirren, das sanft um seine Kanten tanzte, als er sich aus dem Kreis der anderen löste und direkt auf ihre ausgestreckten Finger zuglitt.
»Komm schon«, sagte Raë gedämpft. »Ich tue dir nichts.«
Der Stein senkte sich auf ihre Handfläche. Er fühlte sich glatt und kühl an, wie Wasser aus dem Brunnen am Morgen. Die blauen Adern leuchteten schwach auf und Raë hielt ihn sich ans Ohr. Nichts. Nur ihr eigener Herzschlag war zu hören, dumpf, nah und viel zu laut.
Als sie die Finger um den Stein schloss, kribbelte ihre Hand. Da war dieses warme Schnurren, als würde etwas in dem Stein atmen, das man mehr spürte als hörte, wie bei Olsen, Móðirs Huldu-Fuchs, wenn man ihn hinter den Ohren kraulte. Oder bildete sie sich das nur ein?
»Du magst mich, nicht wahr?«
Der Stein antwortete nicht. Natürlich nicht.
Im Gras neben ihr saß Yrsa und flocht Blumenketten. Ihre Finger bewegten sich flink zwischen den weißen Blüten mit den blauen Tupfen. Eisfalter-Blumen, nannte Fader sie. Sie wuchsen nur hier, tief im Wald, wo der Boden noch die alte Magie kannte. Raë atmete den Duft ein; süß wie Honig, mit etwas Herbem darunter, das in der Nase kitzelte.
»Für wen ist die Kette?«, fragte Raë.
»Für uns alle.« Yrsa pustete sich eine dunkle Strähne aus dem Gesicht. Das Haar fiel sofort zurück. Sie pustete noch einmal, genervt dieses Mal. Ihr Kleid war an den Knien grün vom Gras. »Damit wir uns an heute erinnern.«
»Woran denn?«, fragte Raë. »Wir haben doch nur im Gras gelegen.«
Yrsa band die letzte Blüte fest, zog den Knoten zweimal nach. »Eben.«
Raë dachte darüber nach. Das klang wie etwas, das Erwachsene sagen würden. Aber Yrsa war erst zwölf Winter, genau wie sie. Manchmal redete sie wie Móðir, in dieser ruhigen, wissenden Art, als hätte sie die Zeit schon einmal erlebt.
Auf einem der größeren Steine, der etwas abseits knapp über dem Gras schwebte, stand Tharnok. Seine Arme waren ausgebreitet, das Gesicht der Sonne zugewandt, die Augen fest zugekniffen. Die kleinen Geweihansätze auf seiner Stirn glänzten. Sie waren kaum länger als Raës kleiner Finger, aber Tharnok war stolz auf sie. Er berührte sie manchmal, wenn er dachte, niemand sähe zu.
»Ich bin der König der Steine!«, rief er.
Der Stein unter seinen Füßen wackelte, Tharnok ruderte wild mit den Armen und lachte schrill auf, bis er das Gleichgewicht wiederfand.
»Du bist der König von gar nichts«, rief Yrsa lächelnd zurück.
Tharnok sprang herunter. Er landete mit seinen nackten Füßen neben Raë im Gras. Wie ein kleines Beben nahm Raë den Aufprall durch den Boden wahr. Die Luft fuhr ihm mit einem Uff aus den Lungen, als er sich fallen ließ und breit ausgestreckt neben ihr liegen blieb. Er roch nach verdorrtem Moos, nach dem Rauch der Lagerfeuer und dem nektarartigen Duft der Färberkräuter, die im Sommer den Hängen ihr tiefes Blau gaben.
»Die Steine mögen mich«, verkündete er. »Sie wollen, dass ich ihr König bin.«
»Die Steine mögen niemanden. Sie sind Steine.«
»Dein Blaufluss mag dich aber.« Tharnok deutete auf ihre Hand. »Schau, wie er leuchtet.«
Raë öffnete die Finger einen Spalt. Der Stein glänzte in ihrer Handfläche, die blauen Adern heller als vorher. Das Leuchten spiegelte sich in ihren grünen Augen, als läge der Blaufluss nicht nur im Stein.
»Vielleicht.«
Am Rand der Lichtung tauchte Saelen auf. Sein Helm warf das Sonnenlicht zurück und die dunkle Scheibe ließ sein Gesicht nur erahnen. Einen Moment blieb er stehen, ehe er langsam die Faust voller Eisfalter-Blumen öffnete. Die Stängel darin lagen ordentlich parallel zueinander, als hätte er sie arrangiert. Er kam zögerlich näher.
»Ich habe welche gefunden«, sagte er. Seine Stimme klang gedämpft durch den Helm, blechern und fern. »Für die Kette.«
Yrsa strahlte. »Danke, Saelen! Die sind perfekt.« Sie streckte die Hand aus, die Handfläche nach oben.
Saelen legte die Blumen vorsichtig hinein. Seine behandschuhten Finger führten jeden Stängel einzeln, als wären die Blüten aus Glas. Mit dem Daumen strich er über ein Blütenblatt, nur einmal, ganz kurz. Ein paar Armlängen von den anderen entfernt ließ er sich ins Gras sinken. Gerade nah genug, um ihre Stimmen zu hören. Den Helm behielt er auf. Draußen behielt er ihn immer auf. Durch das Metall und die Luftfilter im Helm klang jeder Atemzug wie durch zu enge Röhren gejagt, ein mechanisches Fiepen im Filter, während die Lamellen am Helm bei jedem Zug gegeneinander schnarrten.
Der Blaufluss-Stein schwebte träge zurück zu seinen Geschwistern, als Raë ihn losließ. Das blaue Leuchten wurde immer matter, bis es beinahe verschwand. Die Arme hinter dem Kopf, ließ sie sich ins Gras fallen und betrachtete die Wolken. Dünn und weiß, zogen sie so langsam, dass Raë sich fragte, ob sie sich überhaupt bewegten. In der Ferne gellte der helle Ruf eines Steinvogels. Sein Gesang erinnerte sie an die silbernen Glöckchen des Tempels im Wind.
»Wir sollten zurück«, sagte Yrsa. »Sonst gibt es Ärger.«
Zu Hause stand Fader jetzt wohl über die Werkbank gebeugt, die Zunge zwischen den Zähnen, den Span, der an seinem Handrücken kleben blieb, während der kleine Greif, an dem er schnitzte, Gestalt annahm. Das warme Licht welches durch die Fenster fällt, dichter und goldener als die flache Sonne hier über der Wiese. Der Geruch aus Móðirs Ofen stieg ihr in die Nase, so deutlich, als hätte jemand neben ihr die Klappe aufgerissen. Móðir vergaß das Brot fast immer, bis der Rand so dunkel war, dass er knackte, wenn man es brach.
»Nur noch ein bisschen«, sagte sie.
Tharnok streckte sich. »Ja! Nur noch ein bisschen. Hier ist es schön.«
Luft entwich aus den Salzklappen auf Saelens Brustpanzer, als er sich zurücklehnte. Ein leises Zischen, wie wenn Wasser über heiße Steine tropfte. Die kleinen Lamellen an seinem Helm klapperten rhythmisch. Raë kannte diesen Ton. Er atmete ruhig, entspannt. Hier draußen, bei ihnen, musste er nicht anders sein.
»Mein Vater sagt, ich soll vor dem Abendessen zurück sein.« Er schaute blinzelnd zum Himmel. »Aber … nur noch ein bisschen.«
Yrsa lächelte. »Ihr seid alle gleich.«
Das Band in ihren Händen war lang geworden, lang genug für vier Handgelenke. Sie hielt es hoch und betrachtete es gegen das Licht. Die Blütenblätter leuchteten schwach, als hätten sie ihr eigenes Licht gespeichert.
»So«, sagte sie. »Jetzt teilen wir sie.«
Mit einem leisen Knack knipste Yrsa die Stängel auseinander, bis sie vier gleiche Armbänder in der Hand hielt. Das erste bekam Raë, das zweite Tharnok, das dritte Saelen. Das letzte band sie um ihr eigenes Handgelenk.
»Jetzt gehören wir zusammen«, sagte Yrsa.
Raë betrachtete die Blüten an ihrem Handgelenk. Weiß und blau, weich und kühl gegen ihre Haut. Sie roch daran, die Augen geschlossen. Es duftete nach Honig, mit diesem herben Stich,
Hier endet die Vorschau
Raës Geschichte geht weiter.
Lies weiter im gedruckten Storybook, das es nur auf meinen Lesungen gibt, oder digital in der Echoes of Neverland Companion App.
Erstauflage
einhundert nummerierte Exemplare
Wo es das Storybook gibt
Alle Termine- Bisher gespielt
- 31.Juli2026
Event
Meet & Greet mit Maxim Matthew – Frøstfædrin: Der Ruf des weißen Greifen
Wacken – W:O:A 2026 – Meet & Greet I · 20:30–21:15 Uhr
- 31.Juli2026
Lesung
Premierenlesung beim W:O:A 2026 – Echoes of Neverland & Frøstfædrin – Der Ruf des weißen Greifen
Wacken – W:O:A 2026 – Welcome to the jungle – Stage · 16:00–17:00 Uhr

Echoes of Neverland
Nostalgische Fantasy mit dunklem Märchenherz
Mammoth Lakes, 1985: Alex Winthers Welt besteht aus Freunden, Kassetten und dem Gefühl, nirgendwo wirklich dazuzugehören – bis aus einem silbernen Ei ein weißer Greif schlüpft.
Eine Saga für alle, die nie ganz erwachsen geworden sind.
Die Saga im ÜberblickAchtziger-Nostalgie. Dunkles Märchenherz.
Hier begegnen Walkman und Heavy Metal einer uralten, verletzten Märchenwelt. Ozzy führt Alex an die Grenze zu Aldrímar – einer Welt, in der die Schwärze den Menschen Fantasie, Freude und Hoffnung nimmt.
Zu FrøstfædrinDie Geschichte der zerbrochenen Welt.
Die Saga geht weiter und führt tiefer in die Welt von Aldrímar – dorthin, wo die Echos noch lauter werden.
Zu The Echoes of Neverland
BAND IDer Ruf des weißen GreifenAngekündigt · Sommer 2027Stimm ab, welches Buch ich als Nächstes vorantreibe
BAND IIDie Prophezeiung der SchneefederAngekündigt · Herbst 2027Stimm ab, welches Buch ich als Nächstes vorantreibe
BAND IIIHinter dem zweiten Stern36 % · in RohfassungStimm ab, welches Buch ich als Nächstes vorantreibe
Ein Buch, welches mich nostalgisch zurück in die Kindheit bringt, in der Träume und Abenteuer den Alltag bestimmten. Ganz fantastisch.
Die Depesche
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