Über Aldrín

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Aldrín wird vor allem von den Thorvæk, den Greifenreitern Aldrímars, gesprochen. Es ist die Sprache alltäglicher Gespräche, überlieferter Lieder, alter Eide und feierlicher Weissagungen. Auch die heutige Schrift trägt den Namen Aldrín. Das zugehörige deutsche Adjektiv lautet aldrísch.

Vor den Seefahrern

Lange bevor Menschen von der Erde nach Aldrímar gelangten, lebten auf Aethrandor bereits andere Völker. Zu ihnen gehören die Fyrstvæsen, deren Sprache und Überlieferungen eine eigene Geschichte besitzen. Auch andere ursprüngliche Gemeinschaften kannten ihre Landschaften, Tiere, Pflanzen und die besonderen Erscheinungen dieser Welt unter eigenen Namen.

Als die ersten Seefahrer ankamen, waren die Namen dieser Welt also längst Teil älterer Sprachen. Viele bezeichneten Dinge, für die es auf der Erde keine Wörter gab.

Die Ankunft der Weltenwanderer

Unter den Ankommenden waren nordische Seefahrer. Aus ihren Nachkommen und den Begegnungen mit anderen Kulturen entwickelte sich auch die Geschichte der Thorvæk. Andere Weltenwanderer brachten wiederum ihre eigenen Sprachen und Traditionen mit.

In gemeinsamen Siedlungen, auf Reisen und beim Handel begegneten einander unterschiedliche Sprachen. Menschen lernten fremde Namen und Ausdrücke kennen. Einige Wörter wurden übernommen, andere erhielten in neuer Umgebung weitere Bedeutungen.

Die nordische Herkunft ist bis heute an manchen überlieferten Namen und Wörtern zu erkennen. Sie erklärt jedoch nicht allein die sprachliche Vielfalt Aldrímars oder die Geschichte des heutigen Aldrín.

Sprachen im Austausch

Über Generationen veränderten sich die Sprechweisen. Der Alltag brachte andere Wörter hervor als Eide, Lieder oder heilige Überlieferungen. Begegnungen zwischen Völkern prägten, welche Namen und Ausdrücke sich verbreiteten.

Solche Begegnungen fanden nicht nur in den Siedlungen der Thorvæk statt. Die Korven verbanden Orte durch ihre Luftschifffahrt; die Syrantiden waren im überregionalen Handel unterwegs. Auf den Wegen zwischen den Regionen trafen unterschiedliche Sprachen aufeinander. Nicht jedes ähnlich klingende Wort muss deshalb denselben Ursprung haben.

Aus einer älteren Epoche stammt die Nævir-Tradition. In alten Namen und festen Wendungen sind Formen überliefert, die sich vom heutigen Aldrín unterscheiden. Nævir bezeichnet auch die ältere, kantige Runenschrift. Aus ihren geritzten Zeichen entwickelte sich später die verbundene aldrísche Schrift, die mit Feder und Tinte geschrieben wird.

Der Weltbruch

Der Weltbruch veränderte nicht nur die Landschaft Aldrímars, sondern auch die Verbindungen zwischen seinen Regionen. Wege, Reisen und Begegnungen wurden durch die veränderte Welt neu bestimmt.

In den vielen Jahrhunderten danach blieben ältere Wörter in Namen, Liedern und Eiden erhalten, während der tägliche Sprachgebrauch sich weiterentwickelte. Diese unterschiedlichen Verwendungsweisen sind bis heute erkennbar: Ein Gespräch im Hafen klingt anders als ein feierlicher Schwur.

Das heutige Aldrín

Aldrín begegnet man besonders im Umfeld der Thorvæk sowie an Bord von Schiffen und in Handelsorten wie Frøsthaven und Skywharf. Für Gespräche und Geschäfte verwendet man Alltags-Aldrín. Bei Weissagungen, Zeremonien und Eiden wird Hoch-Aldrín gesprochen. Beide sind Formen derselben Sprache. Sie unterscheiden sich besonders in Wortwahl, Rhythmus und einzelnen Satzmustern.

Der heutige Wortschatz bewahrt Spuren verschiedener Zeiten: alte Namen und Wurzeln, Wörter aus kulturellen Begegnungen und neue Bildungen. Auch das Lumbrische, die stark englisch geprägte Hauptsprache des zweiten Kontinents Thalvarin, hat den Handelswortschatz beeinflusst.

Aldrín ist dabei nicht die einzige Sprache Aldrímars. Viele Völker bewahren eigene sprachliche Traditionen. Wer Aldrín lernt, begegnet einer dieser Sprachen und damit zugleich einem Teil der Geschichte der Welt.

Andere Sprachen Aldrímars

  • Lumbrisch ist die stark englisch geprägte Handels-, Verwaltungs- und Hauptsprache Thalvarins. Durch Reisen und Handel sind auch lumbrische Wörter in das Alltags-Aldrín gelangt. Namen aus unterschiedlichen Sprachtraditionen begegnen einander besonders an den Handelswegen der beiden Kontinente.
  • Die Fyrstvæsen-Sprache, die Sprache des Volkes der Fyrstvæsen, ist eine eigene, ältere Zunge, mit Aldrín nicht verwandt. Wasser heißt in Aldrín læa, in der Fyrstvæsen-Sprache uma.
  • Spezialregister wie Nebelzunge, Kristallsprache, Traumsprache, Industriejargon und Echo-Kommunikation sind Sondersprechweisen.

Neben Nævir und Aldrín gibt es weitere Schriften: das Lumbrische Alphabet, die Uhrmacher-Notation, eine technische Symbolsprache für Mechanik und Zeit, und die grafischen Echosignaturen in Thalvarin.

Namen, die nicht übersetzt werden

Frøstfædrin, Vælor, Vornis und Nævervar sind Eigennamen und bleiben, wie sie sind. Vornis ist zugleich das Wort für Schwärze. Auch Thorvæk, Varth und Fyrstvæsen behalten ihre Gestalt, ebenso die Namen mit Akut: Aldrín, Skýhald, Tímalund.

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